Ausgearbeitet von Emilia Colombo, übersetzt von Nadine Wählen: nwaehlen@hotmail.com
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m ü.M.
Man erreicht Brisino über die Autobahn A26 in Richtung Gravellona Toce,
Ausfahrt “Carpugnino” (bis Brisino dürfen auch Busse fahren).
Nachdem man ca. 1 km durch eine dichten Wald (viel besucht von Pilz- und Kastaniensammlern)
gefahren ist, öffnet sich eine wunderschöne Aussicht auf den See.
Brisino war in der Vorzeit ein Bauerndorf mit Weinreben und Obstbäumen,
die sich unter der prallen Sonne am Ufer des Lago Maggiore ausbreiteten. Der
kleine historische, restaurierte Ortskern geht auf das Jahr 1800 zurück
und hier befindet sich auch das einzige Nationaldenkmal der Gemeinde von Stresa,
die „Romanische Kirche“, die auf das Jahr 1300 zurückgeht
und S. Albino gewidmet ist. Außerdem gibt es die Pfarrkirche aus dem
Jahr 1700 die der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet ist. Die
Einwohner sind nicht mehr als ein paar Hunderte und auch heute noch widmet
man sich den Gemüsegärten, den Obstbäumen und den Hoftieren.
Im Frühjahr und im Sommer ist Brisino Ferienort für zahlreiche Urlauber
aus den großen umliegen Städten, aber auch aus europäischen
Ländern wie Deutschland und Schweden.
Brisino liegt 3 km von Stresa entfernt und ist mit dem Bus und mit dem Auto
leicht zu erreichen.
Wer einen Spaziergang inmitten der Natur genießen möchte, kann die
schönen schattigen Wege nutzen, die zum See runter führen, wie z.B.
der „Sentiero dei Castagni“ (Der Kastanienweg), der auch mit dem
Mountain Bike befahrbar ist.
TREFFPUNKTE UND FREIZEIT
Fußballplatz, Tennisplatz, Bar, Restaurant Pizzeria mit Holzofen,
Hotel, Pub, Lebensmittelgeschäft.
In dieser kleinen Ecke der Perle des Lago Maggiore findet man im Sommer Abkühlung
durch die laue Brise in den Hügeln mit einem beeindruckenden Panorama
auf den Borromäischen Golf. Im Winter hingegen wird man von den Einwohner
am knisternden, warmen Kaminfeuer mit einladender Gastlichkeit empfangen.
VERANSTALTUNGEN
Um „Ferragosto“ (nat. Feiertag 15.08.) findet auf dem
kleinen Platz neben der Pfarrkirche das große Dorffest statt,
mit Musik, Tanz, Essen und Trinken.
GESCHICHTE
Erste Zeugnisse über die ersten menschlichen Ansiedlungen in
Brisino gehen auf das 1. Jh. v.Chr. zurück. Während der Aushebung
einer Baugrube in der Gegend „Le Piane“, direkt neben der
Straße, die zum Friedhof führt, hat man vier Steinplatten
mit Inschriften gefunden, die im Mittelalter eine rechteckige Kiste
bildeten, die man leer vorgefunden hat. Heute befinden sich diese „Stele“ im
Antiquitätenmuseum in Mergozzo.
Die Inschriften der „Stele“:
1. Stele: Askonetio / Pinu
2. Stele: Kiketu / Retalos
3. Stele: Exobna / Diuconis
4. Stele: Luto / Artonis
Ähnliche Inschriften hat man auch in anderen Gegenden gefunden,
wie z.B. in Levo (LINK A LEVO), im Kanton Tessin, in Gravellona Toce
und in Carcegna am Ortasee.
In antiken Dokumenten aus dem Jahre 1100 n.Chr. und später spricht man
von „Bricizino“ und „Barzino“. In Dokumenten aus dem
Jahre 1600 spricht man ganz klar von Breysinum.
Man gab der antiken Ortschaft den Namen mit Sicherheit in der Römischen
Epoche, als man im Verlauf der Eroberungen der römischen Legionen den
unterworfenen Ortschaften nach und nach lateinische Namen gab. Zeugnisse über
die Römer sind wenige Kilometer entfernt von Brisino gefunden worden,
in dem Ort Lesa, in Baveno und auf dem alten Friedhof von Stropino (1818).
Carpugnino, ca. 5 km entfernt, stammt von dem römischen Namen „Calpurnia“ und
Vezzo vom römischen „Vettia“, ca. 7 km entfernt.
Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde auch das Dorf Brisino mit
Sicherheit den Langobarden unterworfen, denn auf der S. Julius Insel im Ortasee
wurde das Grab des Grafen Minulf gefunden, der hier 591 n.Chr. starb.
Nach dem Sieg von Kaiser Karl dem Großen über die Langobarden (744
n.Chr.) war Brisino Teil des Karolingischen Lehens im Gebiet des Vergante.
Das Gebiet Vergante wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten von den Feldherren
beherrscht, die 1000 n.Chr. von Otto dem Großen eingeführt wurden.
Dieses Gebiet war politisch und verwaltungstechnisch vom Erzbischof von Mailand
abhängig, der hier, wie auch in seiner Diözese, die geistige Rechtssprechung
ausübte.
Leider hat man keine sicheren Notizen über das Erbauungsdatum der Kirche
S. Albino. Man weiß aber, dass zuerst eine kleine Kapelle erbaut wurde,
die heute das rechte Kirchenschiff einnimmt: eine Tür mit einem Säulenbalken
und einer Laibung aus Stein, die heute zugemauert sind, bekräftigt diese
Hypothese. In der Kirche gibt es ein Fresko, das die Madonna auf dem Thron
zeigt (ein Werk aus ca. 300 n.Chr.). Das Entstehungsdatum der Kapella kann
nicht mit der Entstehung des Freskos gleichgesetzt werden, da das Fresko nicht
auf das Mauerwerk aufgetragen wurde, sondern auf einen vor dem Auftragen geschliffenen
und präparierten Stein.
Die Kirche S. Albino steht heute auf dem Friedhof von Brisino, der gemütlich
mit dem Auto zu erreichen ist oder zu Fuß über den „Kastanienweg“ (ca.
3 km von Stresa), wenn man in Stresa bei der Villa Pallavicino losgeht, kommt
man bis zum Golfplatz Del Illes Borromees.
Stresa
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